Die 6. Rauhnacht – Klarheit, Loslassen & innere Ordnung Die sechste Rauhnacht erinnert mich daran, dass Klarheit nichts mit Härte zu tun hat. Klarheit entsteht durch Hinsehen, durch Annehmen, durch den Mut, nichts zu beschönigen. Sie bedeutet, tief durchzuatmen und an die eigene innere Stärke zu glauben. So ist auch das Leben. Es ist nicht immer weich, nicht immer freundlich, nicht immer warm – und schon gar nicht immer ehrlich. Umso wichtiger ist es, die eigene Balance in all dem Wirrwarr zu finden. Sei wachsam. Sei geduldig. Sei freundlich und weich. Aber sei auch ehrlich und klar – zuerst zu dir selbst und dann zu anderen. Denn du bist das Spiegelbild nach außen: Was du aussendest, kommt zu dir zurück. Die 6. Rauhnacht steht für Loslassen und innere Ordnung. Für mich bedeutet das heute, mein Denken und meine Gedanken bewusst zu sortieren. Alles, was mir nicht guttut – seien es Angewohnheiten, Muster oder auch Menschen – darf gehen. Ich lasse los, um mit klarem Blick nach vorne sehen zu können. Alles, was ich nicht mehr will, wird heute verabschiedet, damit Raum entsteht für einen Neuanfang. Für neue Stärke. Für Klarheit. Dabei ist eines besonders wichtig: Stärke mir selbst gegenüber. Die Konsequenz, bei mir zu bleiben. Mich nicht wieder in alte Muster ziehen zu lassen – durch andere, durch Erwartungen, durch Ablenkung. Wachsam zu sein für mich selbst. Vielleicht klingt es nach egoistischem Denken – für mich ist es gesunde Selbstachtung. Die 6. Rauhnacht erinnert mich daran: Loslassen ist kein Verlust. Es ist Ordnung schaffen – im Innen wie im Außen
Die 3. Rauhnacht – Innere Mitte & Selbstfürsorge Der dritte Tag der Rauhnächte steht für die innere Mitte und die Selbstfürsorge. Und vielleicht ist es kein Zufall, dass es sich genau heute manchmal leer im Kopf anfühlt. Denn dieser Tag fordert uns nicht auf, viel zu tun oder viel zu denken – sondern eher darauf zu hören, wie es uns wirklich geht. Innere Mitte bedeutet nicht, dass alles ruhig, ausgeglichen und perfekt sein muss. Sie bedeutet auch nicht, dass wir keine Sorgen oder Herausforderungen haben. Innere Mitte heißt vielmehr, bei sich zu bleiben, auch wenn es im Außen unruhig ist. Sich selbst nicht zu verlieren. Selbstfürsorge wird oft missverstanden. Es geht nicht immer um Wellness, Kerzenlicht oder besondere Rituale. Manchmal ist Selbstfürsorge ganz leise und unscheinbar: eine Pause machen, obwohl noch so viel zu tun wäre einen Gedanken loslassen, der zu schwer geworden ist sich selbst zugestehen, müde zu sein oder einfach einmal nichts zu müssen Gerade Menschen, die viel tragen, viel funktionieren und oft für andere da sind, vergessen sich selbst dabei am schnellsten. Die 3. Rauhnacht darf uns daran erinnern, dass wir genauso wichtig sind wie all die Menschen und Aufgaben um uns herum. Vielleicht magst du dir heute eine einfache Frage stellen: Was würde mir jetzt gut tun – ganz ehrlich? Nicht das, was sinnvoll wäre. Nicht das, was andere erwarten. Sondern das, was dir Kraft gibt. Das kann ein ruhiger Moment sein, ein Spaziergang, ein früher Feierabend, ein warmes Essen oder einfach Stille. Es braucht nichts Großes. Es braucht nur Aufmerksamkeit für dich selbst. Die innere Mitte findet man nicht im Außen. Sie entsteht dort, wo wir uns selbst ernst nehmen. Und vielleicht ist genau das die Botschaft dieser Rauhnacht: Du darfst langsamer werden. Du darfst dich wichtig nehmen. Du darfst gut für dich sorgen – ohne schlechtes Gewissen.
Heute nehme ich mir Zeit – der 2. Rauhnacht-Tag gehört heute meinem Inneren Frieden, der Ruhe für mich. Hierfür hab ich mir heute eine gemütliche Ecke eingerichtet – ein für mich angenehmes ätherisches Öl aufgestellt und genieße nun Kerzenlicht und Tee. So langsam versuche ich das Alte leise ausklingen zu lassen, mach mir nochmal einige Gedanken was ich so über das Jahr so alles erlebt habe. Zeitgleich werde ich mich von einigen Menschen auch entfernen die mir einfach in diesem Jahr nicht gut getan haben. Der 26. Dezember gilt dem Loslassen & der Reinigung.
Die Rauhnächte beginnen in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember und enden in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar (Heilige Drei Könige), bilden also die mystische „Zeit zwischen den Jahren“, in der die 12 Nächte das neue Jahr symbolisch repräsentieren und für Reflexion und Rituale genutzt werden, wobei die erste Nacht den Januar und die letzte den Dezember darstellt.
Die Tage und Nächte sind kalt geworden. Die Natur hat sich langsam zurückgezogen und ist in einen tiefen Winterschlaf verfallen. Nur leise und kaum merklich werden die Tage ab dem 21. Dezember wieder länger und das Licht kommt zurück. Doch trotz Zentralheizung, voller Supermarktregale und sonstigem Luxus kommen wir Menschen besonders an Weihnachten und um den Jahreswechsel zum Grübeln. Von Weihnachten bis zum Dreikönigstag am 6. Januar halten die Raunächte Einzug. Sie gelten als magische Zeit des Jahres. Mit achtsamen Ritualen helfen sie uns, das alte Jahr zu reflektieren, Ballast loszulassen und die Weichen für das kommende Jahr zu stellen.
Warum sind die Raunächte so besonders und wofür stehen sie?
Man sagt, dass diese Zeit der Raunächte magisch ist, da die Gesetze der Natur in den Tagen und Nächten außer Kraft gesetzt werden. Auch die Verbindung zu unseren Ahnen ist während der Raunächte greifbarer. Viele Menschen besuchen ihre Vorfahren auf dem Friedhof, andere entzünden eine Kerze für die Toten, wieder anderen erscheinen sie nachts in ihren Träumen oder sie blühen in alten Erinnerungen auf. Ob bewusst oder unbewusst, die Energien der Ahnen sind während der Raunächte spürbar. Vor allem sind die Tage rund um den Jahreswechsel die Zeit, um in sich zu gehen, zu reflektieren, sich auf das neue Jahr vorzubereiten und sich mit seinen Zielen und Wünschen zu beschäftigen.
Das Ritual der 13 Wünsche
Mittlerweile gibt es viele Rituale und Bräuche. Der Bekannteste ist das Räuchern. Das Räuchern wirkt heilsam und reinigt von alten Gedanken.
Das Ritual der 13 Wünsche Als Vorbereitung auf die magische Zeit zwischen den Jahren formuliert man 13 Wünsche für das kommende Jahr und schreibt diese einzeln auf Zettel. In jeder der 12 Raunächte wird dann einer der Wünsche verbrannt. 12 der 13 Wünsche erfüllt das Universum. Für die Erfüllung des verbleibenden 13. Wunsches ist man selbst verantwortlich.
Normalerweise nutzt man die Wintersonnenwende am 21. Dezember um 13 konkrete Wünsche für das nächste Jahr zu formulieren.
Schreibe jeden Wunsch auf einen eigenen Zettel.
Falte die Zettel so, dass du den Text nicht mehr lesen kannst und gib die Zettelchen in ein kleines Säckchen oder eine Schatulle.
Platziere das Behältnis mit den Wünschen an einem Ort, an dem Du es immer wieder sehen kannst.
Nimm in der ersten Raunacht, am 25. Dezember, den ersten Wunschzettel und verbrennen diesen in einem feuerfesten Gefäß – ohne den Wunsch vorher zu lesen. Dieser Wunsch geht im Januar in Erfüllung.
Verbrenne nun jeden Tag einen Zettel, bis von den 13 Wunschzetteln nur noch einer übrig ist. Jeder der verbrannten Wünsche wird im jeweiligen Monat in Erfüllung gehen.
Der letzte Wunsch wird nicht verbrannt. Öffne diesen Zettel und lese ihn. Damit dieser Wunsch in Erfüllung geht, ist man selbst gefordert.
Die Rauhnächte dürfen so sein, wie sie sich für dich richtig anfühlen. Es gibt kein „richtig“ oder „falsch“, kein Muss und kein festes Ritual, dem man folgen muss. Ich selbst bin zum Beispiel weder eine Räucherfee noch eine Zirkelhexe – und genau das ist auch völlig in Ordnung. Meine Rauhnächte gestalte ich eher nüchtern, ruhig und bodenständig. Ich folge den Wünschen und halte mich dabei an die bekannten Regeln, aber nicht mit dem Gedanken an materielle Dinge. Es geht mir nicht darum, im Lotto zu gewinnen, eine Luxusreise zu machen oder mir ein tolles Auto zu wünschen. Solche Dinge kann ich mir erarbeiten, wenn ich es möchte. Dafür brauche ich keine Rauhnächte. Was mir wirklich wichtig ist, sind Wünsche, die man nicht kaufen kann: Kraft, Mut, Selbstbewusstsein, Gesundheit, innerer Halt. All das sind Werte, die nicht mit Geld erreichbar sind – und genau deshalb haben sie für mich in dieser besonderen Zeit ihren Platz. So gestaltet jeder seine Rauhnächte auf seine ganz eigene Art. Für mich bedeutet das: einfach, klar und ohne viel Hokuspokus. Auch aus den Rauhnächten kann man ein großes, spirituelles Ritual machen – wer das mag, darf das natürlich tun. Ich persönlich halte es lieber schlicht. Zu viel Drumherum lenkt mich eher ab, statt mir gutzutun. Und trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – finde ich die Rauhnächte etwas sehr Schönes. Schön im Sinne von bewusst. Eine Zeit, die man sich selbst schenkt, um innezuhalten, nach innen zu schauen und dem eigenen Leben ein bisschen Aufmerksamkeit zu widmen. Ich werde in dieser Zeit auch ein paar Rezepte ausprobieren, die zu den Rauhnächten passen, und diese gerne mit euch teilen. Ein bisschen hiervon, ein bisschen davon 😉. Und wer weiß: Vielleicht begleitet euch das Lesen hier durch diese Zeit, vielleicht nehmt ihr etwas für euch mit – und vielleicht gestaltet ihr im nächsten Jahr eure ganz eigene Rauhnachtszeit. Auf eure Art. In eurem Tempo. Und genauso, wie es sich für euch richtig anfühlt.
🧶 Maschen & Nadeln – oder: Hauptsache, es klappert! 😄 Maschen, Nadeln – und die große Frage: Welche Nadeln zu welchen Maschen? 🤔 Also ganz ehrlich? Mir ist das grundsätzlich erstmal völlig egal. Ich stricke mit allem, was halbwegs rund und spitz ist – notfalls auch mit Schaschlikspießen! 😁 Aber weil ich immer wieder gefragt werde: „Sag mal, was sind denn deine Lieblingsnadeln?“ Trommelwirbel bitte 🥁 – hier sind sie: meine beiden aktuellen Favoriten! Ob aus Holz, Metall oder Bambus – am Ende zählt doch nur, dass die Maschen flutschen und die Nadeln gut in der Hand liegen. Und wenn sie dann auch noch hübsch aussehen, ist das Sahnehäubchen obendrauf. 💚 Denn wie heißt’s so schön: Es ist nicht die Nadel, die strickt – es ist die Liebe, die durch sie hindurchgeht. ✨
Ein morgen im Juli. Andere schlafen noch – ich ziehe mir Gummistiefel an und bewaffne mich mit Harke, Hacke und Hoffnung. Der Garten ruft !!!! … und wie er ruft … meistens nach Wasser, Dünger oder das endlich jemand das Unkraut zupft. Mit Schweiß auf der Stirn und Erde unter den Fingernägeln kämpfe ich mich durch die Beete. Die Tomaten glänzen wie kleine Juwelen auch wenn noch nicht in rot, Paprika posieren in der Sonne, und die Gurke hat sich mal wieder im Rankgitter verheddert – wie ich heute früh im Gartenschlauch. Die Rosen duften, die Schneebälle blühen wie kleine Wolken – und wenn der Lavendel aufblüht, wird`s richtig romantisch: Bienen summen wie ein schlecht gestimmter Männerchor, und Schmetterlinge tanzen von Blüte zu Blüte wie betrunkene Feen, Doch hinter all der Blütenpracht lauert: DAS UNKRAUT. Es wächst schneller als meine Motivation. Nach der dritten Brennessel frag ich mich ob ich nicht doch lieber alles zubetoniere oder Kunstrasen legen soll. Der Rücken knackt, die Knie meckern – aber das Herz ? Das ist glücklich. Denn in meiner kleinen Gartenmanufaktur werkel ich mit Leib und Seele. Hier finde ich Ruhe, Freude – und manchmal auch eine Zucchini, die heimlich zum Baseballschläger herangewachsen ist. Gartenarbeit: schweißtreibend, rückenbelastend, aber unbezahlbar schön.
Schwarzwälder Maschenmut! Hier nehme ich Euch mit in meine Welt aus Wolle, Maschen, Socken, Stricknadeln und vieles vieles mehr. Ich freu mich, das Du da bist!“
Kommentare werden geladen …
Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.
Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.