
Die wohl meistgestellte Winterfrage: „Wie viele Maschen brauche ich für eine Mütze?“
Im Winter erreicht mich diese Frage besonders häufig – und ich muss jedes Mal ein kleines bisschen den Kopf schütteln. Nicht, weil die Frage falsch wäre (ist sie nämlich nicht!), sondern weil sie ungefähr so offen ist wie: „Was koche ich heute?“ 🤭
Denn bevor ich antworten kann, geht das kleine Fragenkarussell erst richtig los – und glaubt mir, ich stelle sie nicht aus Neugier, sondern aus purer Notwendigkeit. Leider verfüge ich nämlich (noch!) nicht über hellseherische Kräfte. Auch wenn ich mir die manchmal wirklich wünsche – das würde mir am Ende des Tages eine Menge Zeit sparen ✨🔮
Also frage ich dann mal unwissend zurück: Wird es eine Kindermütze oder eine für Erwachsene?
Für Mädchen, Jungen, Ladys oder Gentlemen?
Welche Wolle darf mitspielen und mit welcher Nadelstärke möchtest du arbeiten?
Ganz schlicht rechts, mit Rippchen oder doch mit Muster?
Und wie sieht’s mit dem Bündchen aus – einfach 2 rechts / 2 links oder vielleicht doch ein doppeltes?
(An dieser Stelle erkläre ich meist auch gleich, warum ich doppelte Bündchen so liebe 😉 und diese kleine Mehrarbeit einen mega Mehrwert mit sich bringt !!!)
Ihr seht schon: Aus einer vermeintlich schnellen Frage wird ruckzuck ein kleines Strickplauderstündchen – und eigentlich hätte die Mütze schon seine Anfänge oder die Maschenprobe erfolgreich an Zeit genutzt werden können.
Darum habe ich mir gedacht: Warum nicht einfach einen kleinen Leitfaden erstellen?
Einen, der zeigt, wie man Mützen stricken kann, wie man den Kopfumfang richtig misst und der hier und da einen hilfreichen Tipp bereithält.
Und wenn dann wieder die Frage kommt, kann ich ganz entspannt sagen:
„Schau doch mal auf meinem Blog – dort steht alles ganz in Ruhe erklärt.“
Denn eigentlich ist es keine große Kunst. Das Internet ist voll von Anleitungen – jede ein bisschen anders, jede mit ihrem eigenen Stil. Und genau das ist ja auch das Schöne daran.
Hier nun meine Anleitung – natürlich bebildert und mit ganz viel Maschenliebe.
Damit die Mütze gut sitzt und nicht zu locker wird, sollte sie etwas enger gestrickt werden.
Um die richtige Maschenanzahl für deine Mütze berechnen zu können, benötigst du zunächst den Kopfumfang (und eine Maschenprobe – ja ich weiß , die meisten überbewerten eine Maschenprobe — ABER — die Strafe dafür folgt meist am Ende der Mütze – weil Sie in den meisten Fällen nämlich nicht passt und somit das ganze wieder geribbelt werden muss und zwei Abende sind beim Teufel 😉 eine Maschenprobe dauert im Regelfall nicht länger wie eine halbe Stunde).
1. Den Kopfumfang richtig messen
Miss den Kopfumfang an der breitesten Stelle über den Ohren und den Haaren. Achte darauf, dass das Maßband gut sitzt, damit die Mütze später perfekt passt.
2. Maschenprobe stricken
Stricke mit deinem gewählten Garn und den passenden Nadeln eine Maschenprobe in dem gewünschten Muster damit du die Anzahl Maschen pro cm errechnen kannst.
Die Mütze soll komplett im Rippen-Muster gestrickt werden?
Bei Rippenmustern (1re / 1li oder 2re/2li) kann die Berechnung der Maschenanzahl eine kleine Herausforderung sein, da Rippen sehr elastisch sind.
Als Faustregel empfiehlt es sich, die Maschenprobe in glatt rechts zu stricken, auch wenn das endgültige Muster aus Rippen besteht.
Die Maschenanzahl für eine Mütze hängt von deinem Kopfumfang und deiner Maschenprobe (Anzahl Maschen pro 10 cm) ab, aber eine gute Faustregel ist, vom Kopfumfang 10-15 % abzuziehen und dann mit der Maschenprobe zu multiplizieren, um die exakte Zahl zu bekommen. Für eine Standard-Erwachsenengröße (ca. 56 cm Kopfumfang) sind das oft um die 50 cm Basis, was bei einer Maschenprobe von z.B. 14 Maschen pro 10 cm etwa 70 Maschen ergibt (1,4 Maschen/cm * 50 cm).
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Berechnung:
Kopfumfang messen: Miss den Kopfumfang an der breitesten Stelle.

- Basismaß ermitteln: Ziehe 10-15 % vom Kopfumfang ab (z.B. 56 cm – 6 cm = 50 cm).
- Maschenprobe stricken: Stricke ein kleines Quadrat (ca. 10×10 cm) mit deiner Wolle und Nadeln.
- Maschen pro cm berechnen: Zähle die Maschen in 10 cm und teile die Zahl durch 10 (z.B. 14 Maschen / 10 cm = 1,4 Maschen pro cm).
- Endgültige Maschenzahl berechnen: Multipliziere die Maschen pro cm mit deinem Basismaß (z.B. 1,4 Maschen/cm * 50 cm = 70 Maschen).
Beispiele und Faustregeln:
- Für Kinder: Bei einem Kopfumfang um 40 cm werden oft um die 100 Maschen auf kleineren Nadeln angeschlagen, da die Wolle feiner ist.
- Für Erwachsene: Bei dickerer Wolle (z.B. 10 Maschen pro 10 cm) braucht man bei 50 cm Basismaß nur 50 Maschen, bei dünner Wolle (z.B. 24 Maschen pro 10 cm) wären es 120 Maschen.
Wichtig: Die Maschenprobe ist entscheidend, da sie die Elastizität des Garns und deine Stricktechnik berücksichtigt.
Die Maschenzahlen im folgenden sind natürlich nur ein Richtwert. Das Muster, das man strickt, hat natürlich auch immer noch großen Einfluss auf die Größe der fertigen Mütze aber man hat mal eine Orientierung.

im übrigen kann man die Tabelle auch als Richtwert übernehmen für Loops – hier gilt ebenfalls der ermittelte Kopfumfang und die dazugehörige Maschenanschlagszahl. Allerdings runde ich bei Loops immer die Maschen auf oder pass diese dann an das Muster mit an , im Regelfall immer die Maschen nach oben aufrunden.
Fazit am Ende des Tages 😉
Für eine perfekt sitzende Mütze sind
- das Messen des Kopfumfangs, Maschenprobe anfertigen,
- die Berücksichtigung des Muster-Rapports
- eine sorgfältige Planung der Abnahmen entscheidend.
Es gibt also ein paar Punkte zu beachten ❗, um die richtige Maschenanzahl für eine Mütze zu berechnen. Wenn du jedoch diese Faktoren wie erwähnt im Blick behältst, läufst du nicht Gefahr unvorhergesehene Überraschungen zu erleben und erreichst ein schönes Ergebnis.
Ich werde im laufe der Zeit auch immer wieder mal Bilder und Leitfäden auf meinem Blog einstellen wo es nur um die Abnahme einer Mütze geht und wie man diese Abnahmen gestalten kann so das jede Mütze ein Hingucker wird 🧶😉
Viel Spaß beim Stricken! 🧶🧶🧶🧶











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